Der HESLACHER FÖRDERVEREIN ist ökumenisch. Er wurde 2005 gegründet zur finanziellen Stärkung der kirchenmusikalischen Arbeit im Stadtteil. In Zeiten knapper werdender Mittel unterstützt er die Musikarbeit in den Gruppen der christlichen Kirchengemeinden regelmäßig. Damit trägt er zum musikalischen und religiösen Bildungsauftrag von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern bei. Auch lieferte er mehr als 10 Jahre lang finanzielle Bausteine für eine Heslacher FSJK-Stelle (Freiwilliges Soziales Jahr Kultur).
Jubiläum 20 Jahre Förderverein
Am 29. Juni 2025 wurde in der Kreuzkirche – im Anschluss an den Gottesdienst – das 20-jährige Bestehen des Fördervereins gefeiert: mit musikalischen und Rede-Beiträgen sowie regem Gedankenaustausch bei spritzigen Fruchtcocktails.

Hierzu stand im ökumenischen Gemeindebrief Stgt.-Heslach Nr. 122 Aug./Sept. 2025 :
Ökumene ganz praktisch –
oder was einem im Anschluss an eine ökumenische Veranstaltung durch den Kopf und durch’s Herz geht.
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Schon seit zwei Wochen sollten diese Zeilen fertig sein, da der Gemeindebrief bald gedruckt wird. Aber vielleicht war es ganz gut, dass ich noch nicht dazu gekommen bin. Was schreibe ich denn zur praktischen Ökumene. Gestern hat diese Frage eine ganz einfache Antwort erhalten. Ich brauche also nur zu erzählen.
Es war ökumenischer Gottesdienst in der Kreuzkirche, gefolgt von der Feier des 20-jährigen Bestehens des Vereins zur Förderung der Kirchenmusik in Heslach. Ein Gottesdienst, bei dem die Kleinsten vom Kinderchor den Anfang machten. Dann ein gemeinsames Beten und Singen, das ich als aufmerksam und geistvoll erlebt habe. Das war eine Gottesdienstgemeinschaft, die stärkend und ehrlich war, lobend und dankend, suchend, fragend und bittend.
Danach die „Feierstunde“ zum Jubiläum, die ein wunderbarer musikalischer Reigen war durch alle Chöre und Instrumentalisten. Mit Madrigalen, zeitgenössischer Musik und und und… So viel Liebe zur Musik! So viel Verbundenheit zur Kirche hier vor Ort.
Dazwischen immer wieder ein total erfrischendes Miteinander bei Essen und Trinken und selbstgemachten Cocktails im Saal. Ich habe Gespräche erlebt, die von Interesse und Nachfragen geprägt waren, habe Menschen getroffen, die für die Ökumene und die Musik „brennen“ und habe mich als Neuling einfach zutiefst willkommen gefühlt.
Dabei ging es nicht nur um das „Klein Klein“ unserer jeweiligen Kirchengemeinden oder Kirchen, auch nicht um das, was denn sein sollte und alles anders werden müsste. Vielmehr hab ich Freude und Hoffnung erlebt, Christinnen und Christen, die an ihrem Platz leben, was ihnen wichtig ist und so Zeugnis geben.
Das war keine „Funktionärsökumene“ – das war lebendig, sympathisch, bodenständig. Und für mich war es eine wirklich schöne Erfahrung. Dazu war es Ökumene, die weit über katholisch/evangelisch hinausging – geöffnet für unsere Schwestern und Brüder in den östlichen Kirchen, in der armenischen Kirche, im Orient.
Und plötzlich wurden Horizonte gesprengt. Wir waren bei den großen Themen von Kirche, Gesellschaft und Politik. Also Christinnen und Christen mitten in der Welt. Ich hoffe, dass ich den Geist von gestern im Herzen mitnehmen kann hinein in diese Sommerzeit. Er war wie ein frischer Wind an heißen Tagen. Am Ende war es Heiliger Geist! Ganz praktisch! Ökumenisch! Mitten in Heslach!
Claus Schmidt, Pfarrvikar in den Südgemeinden

an alle, die sich um die Förderung der Kirchenmusik in Stuttgart-Heslach
verdient gemacht haben!
Besonders hervorgehoben seien:
Hermann Köber
Hermann Köber war schon 2003 im Gründungsteam für den Förderverein dabei. Ihm ist zu verdanken, dass alle Satzungsparagraphen die katholische und evangelische Seite gleichermaßen berücksichtigen. Als zweiter Vorsitzender unterstützte er die jeweiligen Vorsitzenden mit seiner pragmatischen, soliden Kompetenz im Hintergrund. Er war lange Kirchengemeinderat, im Bedarfsfall Mesner-Vertreter, langjähriges Mitglied im ökumenischen Chor – als dessen Chronist er sich auch verdient gemacht hat – und kannte daher jeden und jede in der katholischen Gemeinde. Sein Herzensanliegen, die Belange von St. Josef einzubringen, war für den Förderverein eine Bereicherung.

Gabriele Degenhardt
Gabriele Degenhardt stand am Anfang des Vereins zur Förderung der Kirchenmusik in Stuttgart-Heslach. Nach einer zweijährigen Gründungphase war es 2005 soweit, dass der neue Förderverein in das Vereinsregister aufgenommen wurde. Dank ihrer Impulse, Ideen, ihrem kommunikativen Talent sowie ihrem umsetzungsstarken Pragmatismus ist der Förderverein in den zurückliegenden 16 Jahren eine feste Größe in der ökumenischen Kirchenmusik in Heslach geworden.
Nach ihrer Verabschiedung aus dem aktiven Dienst als Kirchenmusikdirektorin hat sie der Berufung des Vorstandes zugesagt, den Förderverein als Beirätin weiterhin zu unterstützen.

Manfred Michel
Manfred Michel, der erste Vorsitzende unseres Vereins, steuerte die Geschicke von der Gründerzeit bis 2018. Mit seiner ruhigen, humorvollen und lösungsorientierten Arbeitsweise sorgte er dafür, dass der Förderverein zu einem verlässlichen und geschätzten Partner für die Heslacher Kirchenmusik wurde.
